Kurz gesagt: Vanille verfeinert je nach Land ganz unterschiedliche Desserts: die Crème anglaise und die Crème brûlée in Frankreich, die amerikanische Eiscreme, die von Thomas Jefferson bekannt gemacht wurde, den Flan in Spanien und Lateinamerika, Milchreis und gestockte Cremes fast überall in Europa. Unsere Schoten, unser Extrakt, unser Pulver und unser Vanillekaviar aus Bourbon-Vanille eignen sich für jeden dieser Verwendungen.
Wenige Produkte durchziehen so viele süße Traditionen wie die Vanille. Diese Seite verbindet einige große Dessertfamilien mit der Vanille, ohne auf eine genaue Rezeptur im Detail einzugehen, und verweist auf unsere eigenen, bereits veröffentlichten Versionen.
Crème anglaise und Crème brûlée, zwei französische Grundlagen
In Frankreich zieht die Vanille zunächst in Milch oder Sahne, bevor sie sich in zwei unterschiedlichen Zubereitungen wiederfindet: der Crème anglaise, einer feinen Sauce, die man gießt, im Topf unter ständigem Rühren gekocht, und der Crème brûlée, dickflüssiger, im Ofen im Wasserbad gegart und kurz vor dem Servieren mit dem Bunsenbrenner karamellisiert. Die erste begleitet ein anderes Dessert, die zweite wird allein gegessen. Diese mit Vanille aromatisierte Cremegrundlage findet sich, in ähnlicher Form, in einem großen Teil der weiter unten beschriebenen Desserts wieder: Flan, Panna cotta, Milchreis.
Sehen Sie unsere eigenen Versionen: Crème brûlée mit Bourbon-Vanille, Crème anglaise mit Vanille und Panna cotta mit Bourbon-Vanille.
Vanilleeis, eine jüngere Geschichte, als man denkt
Das erste bekannte schriftliche Eisrezept stammt aus dem Jahr 1665, aus dem Rezeptbuch von Lady Anne Fanshawe in England, war damals aber mit Orangenblütenwasser oder Rosenwasser aromatisiert, nicht mit Vanille. Die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts seltene und teure Vanille taucht erst in den 1760er Jahren in Eisrezepten auf, und auch dann noch recht selten. Thomas Jefferson, der dieses Dessert in Frankreich kennengelernt hatte, soll in den 1780er Jahren ein Rezept in die Vereinigten Staaten mitgebracht haben: Das Dokument wird heute in der Library of Congress aufbewahrt. Das Vanilleeis mit einer um Eigelb angereicherten Crème-anglaise-Grundlage verbreitete sich anschließend in den Vereinigten Staaten deutlich weiter als in Frankreich.
Für eine hausgemachte Version ohne Eismaschine, mit unseren Schoten oder unserem Vanillekaviar, sehen Sie unser Vanilleeis ohne Eismaschine.
Der Flan, von Mexiko bis Spanien
Der Flan, eine im Wasserbad gegarte Eierspeise mit Karamellüberzug, soll im Römischen Reich entstanden sein, wo man überschüssige Eier bereits nutzte, um eine Süßspeise ähnlich einem heutigen Flan zuzubereiten. Erst später fügten die Spanier den auf dem Boden der Form verteilten Karamell hinzu, was dem Dessert seine heute bekannteste Form verlieh, die sowohl in Spanien als auch in Lateinamerika sehr verbreitet ist, wo sie je nach Familie variiert. Die Vanille verfeinert dort die Mischung aus Eiern und Milch, für eine glatte Textur, typischerweise weniger fest als die einer Crème brûlée.
Milchreis und gestockte Cremes, eine sehr weit verbreitete Familie
Über Frankreich und Spanien hinaus haben viele Länder ihre eigene Version einer gesüßten, gestockten Milch oder Creme mit Vanillegeschmack: Milchreis, Flans mit Zitrusfrüchten oder Kokosnuss, gestürzte Cremes. Alle diese Zubereitungen beruhen auf demselben Prinzip, Milch oder Sahne, Zucker, manchmal Eier, und die Vanille als zentrales Aroma, bevor sie je nach gewünschter Textur und hinzugefügten Zutaten variieren. Milchreis, Kokosnuss oder Zitrusfrüchte verändern die Textur und den Grundgeschmack, doch die Vanille bleibt der gemeinsame Bezugspunkt, der diese Desserts miteinander verbindet.
Sehen Sie unsere eigenen Versionen: Milchreis mit Tonkabohne und Vanille, Milchreis mit Vanille und Zitrusfrüchten und gestürzte Creme mit Karamell und Vanille.
Unsere Bourbon-Vanille in diesen Desserts
Wir bauen unsere Vanille in der Region SAVA im Nordosten Madagaskars an und bereiten sie auf. Schoten, Extrakt, Pulver und Kaviar eignen sich jeweils für eine andere Verwendung: die Schoten zum Aromatisieren von Milch oder Sahne, der Extrakt zum Verfeinern eines bereits flüssigen Teigs, das Pulver für eine trockene Mischung, der Kaviar für ein in einer klaren Masse sichtbares Ergebnis. Um je nach Zubereitung zwischen diesen Formaten zu wählen, sehen Sie unsere Verwendungen und Rezepte mit Vanille und die Dosierung der Vanille je Zubereitung.
Unsere Bourbon-Vanille aus Madagaskar: Schoten, Extrakt, Pulver und Kaviar.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Crème anglaise und Crème brûlée?
Die Crème anglaise ist eine feine Sauce, im Topf gekocht und zusammen mit einem anderen Dessert serviert; die Crème brûlée ist dickflüssiger, wird im Ofen gegart und anschließend karamellisiert, und wird allein gegessen.
Ist Vanilleeis eine französische Erfindung?
Nicht ganz. Die ersten englischen Eiscremes des 17. Jahrhunderts waren mit Orangenblüte oder Rose aromatisiert; die Vanille taucht dort erst in den 1760er Jahren auf, und das Dessert verbreitete sich anschließend vor allem in den Vereinigten Staaten.
Ist der Flan ein spanisches oder mexikanisches Dessert?
Sein Prinzip soll aus dem Römischen Reich stammen; die Spanier fügten den Karamell hinzu. Er ist heute sowohl in Spanien als auch in Lateinamerika sehr verbreitet.
Welches Vanilleformat eignet sich für ein Dessert auf Cremebasis?
Die Schoten für eine lange Infusion in Milch oder Sahne, der Kaviar für ein in einer klaren Masse sichtbares Ergebnis wie bei einer Crème brûlée oder einer Panna cotta.
Das Team von Vanille Désiré